Für Anleger hat sich seit Ausbruch der Eurokrise das Barrier-Hit-Risiko um bis zu 11 Prozentpunkte reduziert.

SmartTrade hat in einer Studie die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Barrierebruchs (Barrier-Hit-Risiko bzw. Hit-Risiko) für 47.747 Bonuszertifikate auf den Dax analysiert. Das Hit-Risiko ist für Anleger wichtig, weil ein Barrierebruch den Wert des betroffenen Bonuszertifikats maßgeblich beeinflusst. Die Studie zeigt, dass die Barrier-Hit-Risiken seit Ausbruch der Eurokrise im Frühjahr 2010 deutlich zurückgegangen sind. Der Grund für diesen Rückgang: Die professionellen Marktteilnehmer erwarten aktuell für die nächsten Monate keine größeren Kursschwankungen. Daher sind die impliziten Volatilitäten auf einem niedrigeren Niveau als noch vor wenigen Jahren.

Anleger, deren Risikoappetit nur eine 40 prozentige Wahrscheinlichkeit für einen Barrierebruch zulässt, mussten im Februar 2010 bei einer einjährigen Produktlaufzeit noch einen unteren Risikopuffer i.H.v. 20% wählen. Im Februar 2015 war für dieselbe Anlegergruppe  bei unveränderter Risikoneigung schon ein Puffer i.H.v. 15% ausreichend.

Im Fünfjahreszeitraum war der größte Rückgang der Barrier-Hit-Risiken bei Bonus-Reverse-Produkten mit zweieinhalbjähriger Laufzeit und oberen Risikopuffer von 40% zu beobachten. Hier betrug die Abnahme der Barrierebruchwahrscheinlichkeit elf Prozentpunkte (von 37% auf 26%). Die geringsten Veränderungen ergaben sich im Beobachtungszeitraum bei Bonusprodukten mit sechsmonatiger Laufzeit und einem Risikopuffer von mehr als 50 Prozent. Hier betrug die Veränderung gerade einmal 0,1 Prozentpunkte.

Bisher wurde das Hit-Risiko vornehmlich im Risikomanagement bei den Emissionsbanken eingesetzt. Zukünftig wird SmartTrade das Barrier-Hit-Risiko für strukturierte Produkte als unabhängige Berechnungsstelle ermitteln. Die aktuellen Werte werden über die Informationsportale von Partnerunternehmen veröffentlicht.

Zum Hintergrund:
Bei Bonuszertifikaten handelt es sich um „pfadabhängige Optionen.“ Zu Berechnung des Optionswertes verwenden professionelle Marktteilnehmer ein „lokales Volatilitätsmodell.“ Das Barrier-Hit-Risiko wird mit dem gleichen mathematischen Modell bestimmt wie der Optionswert. Der wesentliche Inputfaktor für das Modell ist die implizite Volatilitätsfläche. Die Volatilitätsfläche besteht aus unterschiedlichen impliziten Volatilitätspunkten, deren Ausprägungen von der Restlaufzeit und dem Strike abhängen.

Der Wert an einem bestimmten Punkt auf der impliziten Volatilitätsfläche wird aus den Preisen der Plain Vanilla Optionsgeschäfte abgeleitet, die zwischen professionellen Marktteilnehmern abgeschlossen werden. Für die Berechnung der Volatilitätsfläche von nur einem einzigen Underlying werden zum Berechnungszeitpunkt die Preise von mindestens 5000 unterschiedlichen Optionskontrakten ausgewertet.
Das Hit-Risiko ist für Anleger ein wichtiger Entscheidungs- und Auswahlparameter, weil die relevanten Informationen aus der Volatilitätsfläche in einer Kennzahl verdichtet werden.  

Zu SmartTrade:
Die SmartTrade GmbH wurde in 2013 von Dr. habil. Sönke Blunck,Simon Ullrich undLilia Nerusch gegründet. Die Gründer verfügen über langjährige Berufserfahrung im Kapitalmarktgeschäft. Ein weiterer Investor der SmartTrade GmbH ist die BFB Frühphasenfonds Brandenburg GmbH, die von der bmp Beteiligungsmanagement AG beraten wird. bmp zählt zu den erfahrensten Venture Capital Investoren in Deutschland.
SmartTrade ist eine unabhängige Berechnungsstelle für Finanzprodukte und verfügt über die dafür notwendige High-Performance-IT-Infrastructure, die Datenbanken sowie über ein vollständiges Disaster-Recovery-Set-Up.

Für weitere Informationen:
Simon Ullrich
smarttra.de GmbH
Gustav-Meyer-Allee 25
13355 Berlin
Tel.: +49 30 57 70 21 591
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